Plastik ist überall, auch in den Ozeanen. adidas bewirbt nun einen teilweise aus Meeresplastik gefertigten Schuh. Das neue große Ding in Sachen Nachhaltigkeit oder nur Greenwashing? Recycling soll das Plastikproblem reduzieren. Ein Schuh von adidas wird teils aus Garn gefertigt, das aus recyceltem Meeresplastik gewonnen wird. Aber ergibt das Sinn, oder ist es nur Marketing? Diese Frage treibt ZDF-Reporter Andreas Stamm bis auf die Malediven. Unsere Konsumwelt quillt über vor lauter Plastik: Handy, Kopfhörer, T-Shirt, Schuhe, E-Bike, Trinkflasche. Wir nutzen es, tragen es, verbrauchen es. Mit einem Schluck aus der PET-Flasche trinken wir es. Plastik ist heute überall, selbst in uns drin. Zwar macht Meeresplastik nicht den Löwenanteil der globalen Kunststoffflut aus, die sich in der Umwelt anreichert, doch es birgt besonderes Empörungspotenzial. Das haben viele Firmen erkannt und werben offensiv damit, zum Schutz der Ozeane Verpackungen oder Textilien aus recyceltem Meeresplastik zu prod
Regionale Lebensmittel sind der neue Trend im Supermarkt. Auch ALDI verspricht mit großen Kampagnen „Bestes aus der Region“. Doch hält der Discounter, was er verspricht? Der Kauf regionaler Produkte erzeugt beim Verbraucher ein wohliges Gefühl: gesunde Lebensmittel von glücklichen Bauern. Wie sieht das mit der Regionalität bei ALDI konkret aus? Diese Frage treibt „Greenwashed?“-Reporter Andreas Stamm vom Feld bis in die Filiale. Regionale Produkte versprechen eine Stärkung lokaler Betriebe, Frische, Transparenz in der Lieferkette und kurze Transportwege, also: geringere Emissionen. Genau diese Assoziationen greifen die großen Lebensmittelketten für ihre Regionalitätskampagnen auf. „Bestes aus der Region“ nennt ALDI SÜD seine Eigenmarke, die mit einem sehr menschlichen und ökologischen Image verkauft wird. In den Filialen hängen große Porträtfotos von echten Landwirten, die ihre Produkte präsentieren. Mehr als 850 regionale oder heimische Produkte bietet ALDI SÜD an und will das Sortime
Der Möbelriese IKEA hat sich nachhaltige Forstwirtschaft auf die Fahnen geschrieben – zum Schutz des Klimas und dem Erhalt unserer Wälder. Nur: Betreibt IKEA hier Greenwashing? IKEA verkörpert das Image des sympathischen, umweltbewussten Möbelhauses aus Schweden. Dabei werden zwei Botschaften offensiv vermarktet: Bereits heute verwende man fast ausschließlich Holz aus nachhaltigen Quellen und habe obendrein das Ziel, „waldpositiv“ zu werden. „Waldpositiv“? Was heißt das eigentlich? Und was genau versteht IKEA unter nachhaltiger Forstwirtschaft? In einer Welt, in der Nachhaltigkeit zur Verkaufsstrategie geworden ist und in der Unternehmen eigene Labels, Zuschreibungen und Siegel definieren, begegnet „Greenwashed?“-Reporter Sherif Rizkallah den Bekundungen des schwedischen Möbelhauses mit Neugier – und einer Portion Skepsis. Betreibt IKEA Greenwashing? Um sich selbst ein Bild zu machen, möchte er von IKEA direkt erfahren, was es mit dem Unternehmensziel der „Forest Positive Agenda 2030“
Kakao, Palmöl, Lieferkette – die Schokobranche hat keinen guten Ruf. Ferrero, der Erfinder von nutella, verspricht Nachhaltigkeit. Meint er das ernst? Oder ist das Greenwashing? Kakao aus Afrika, Palmöl aus Asien, Nüsse aus der Türkei – das schmeckt nach Problemen. Denen begegnet Ferrero mit Nachhaltigkeitsversprechen. Das will Umweltreporter Sherif genau wissen – und folgt der Lieferkette von nutella. Was einst in der Konditorei von Michele Ferrero im beschaulichen norditalienischen Städtchen Alba begann, ist heute zu einem globalen Schoko-Imperium herangewachsen. Mit Marken wie nutella, Ferrero Rocher und Kinder Schokolade ist Ferrero aus keinem Süßwarenregal der Welt mehr wegzudenken. Für die Beschaffung der Rohstoffe, insbesondere Kakao, Palmöl und Haselnüsse, hat das Unternehmen jeweils eine eigene Nachhaltigkeitscharta definiert, die eine verantwortungsvolle Lieferkette gewährleisten soll: keine Wälder roden, keine Kinder auf Plantagen, Ausgleichsflächen zum Schutz der Umwelt. Ku
Decathlon ist die Nummer Eins der Sportartikel-Discounter – und legt Wert auf Nachhaltigkeit. Aber kann ein Rucksack für 13 Euro, produziert in Bangladesch, nachhaltig sein? Recycling, Reparatur, Solarpanels – Decathlon nutzt viele Hebel, um den ökologischen Fußabdruck seiner Produkte zu verbessern. Umweltreporter Sherif Rizkallah will wissen, ob das auch dort gilt, wo Decathlon produzieren lässt. Sport, Freizeit, Outdoor – ob für Festivals, Wandertouren oder Home-Workouts: Im Decathlonsortiment ist für jeden was dabei. „Sport für alle“, ist das Motto des französischen Unternehmens. Und das kann nur funktionieren, weil Decathlon Fast Fashion in großen Mengen produziert und deshalb so günstig sein kann. Auch das Thema Nachhaltigkeit steht beim weltgrößten Sportdiscounter auf der Agenda. Auf der Decathlon-Webseite liest man von „wichtigen Hebeln“, um eigene Klimaziele zu erreichen. Doch wie kann ein Sportdiscounter, dessen Geschäftsmodell darauf basiert, möglichst viele Produkte möglichs